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Wir sind keine Randerscheinung. Wir sind auch keine Zumutung,
oder Menschen zweiter Klasse. Wir müssen uns nicht Schämen,
sondern Worte finden für unsere Geschichten und Anliegen.

Foto: Liebefeld bei Bern

GRÜNDUNGSGESCHICHTE

EINZELKÄMPFER - 70er JAHRE

Thomas Zürcher selbst Betroffener auf Elternseite, war wie viele andere ein Einzelkämpfer und suchte seit 1973 zu Gleichgesinnten den Austausch.  So fand sich eine Gruppe von drei Betroffenen zusammen, die sich gelegentlich in Zürich trafen.  Da sich keine weiteren Betroffenen meldeten, nahm man an dass dieses Schicksal  von Kindswegnahmen, zum Zweck von Adoptionen, sie allein betroffen sind. Zumindest wurde Ihnen dies von Seite der Behörden und Gerichte so vermittelt. Im Kanton Bern war es Lisa Hilafu, im Kanton Zürich Andy Gubelmann und Marcus Andri, im Kanton Basel Michel Wiederkehr, alle ehemalige Adoptierte, welche zu ehemaligen Adoptierten und Behörden den Kontakt suchten. 

Mit der Aufarbeitung «Kinder der Landstrasse» von  1988–1992, wurde ersichtlich das Zwangsadoptionen Schweizweit vollstreckt wurden. Und dennoch trat der Bund auf die Anklagen der Opfer/Betroffenen nicht ein.

ENTSTEHUNG VON SELBSTHILFEGRUPPEN - 1997

Mit der Einführung der "Schweizerischen Fachstelle für Adoption", im Jahr 1997, entstanden in verschiedenen Kantonen Selbsthilfegruppen und dank Internet ist ein Nationaler Austausch entstanden und dennoch herrscht ein Tabu um die Adoption.

OPFER UND BETROFFENE ERHALTEN EINE POLITISCHE PLATTFORM - 2006

Beobachter Reporter Christoph Schilling erhörte die Betroffenen und mit der Veröffentlichung von einigen Schicksalen kam einiges ins Rollen.
NR Rosmarie Zapfl lancierte darauf im 2006 die Motion "Lockerung des Adoptionsgeheimnis", welche im Parlament abgelehnt wurde. 

GEMEINSAM SIND WIR STARK - 2013

Mit der Kenntnis das beide Selbsthilfegruppen die gleichen Anliegen und  Ziele anstreben, namentlich: "Anerkennung des erlittenen Leids, Kenntnisnahme des zur Zwangsadoption geraubten Kindes, Akteneinsicht, wissen über Herkunft und Familien-Zusammenführung", fundamentale Bedürfnisse welche uns verweigert und erschwert wurden und heute noch auf das Gutmeinen der Beamten angewiesen sind. Beschlossen wir im Mai 2013  die "Interessengemeinschaft (IG) Zwangsadoption-Schweiz" und "missglückte Adoption" zusammen  zu schliessen, um gemeinsam stark AufzutretenAuf unsere erneuten Klagen trat der Bund ein und ein Konstruktives Handeln und Aufarbeiten  der Willkür von Zwangsadoptionen und missglückten Adoptionen ist seit 2013 im Gang. Die zweite Einreichung  der Motion "Adoptionsgeheimnis" im Jahr 2009, durch NR Jaqueline Fehr, wurde im 2015 anerkannt.  Jedoch trat man auf die Petition "Zum Wohl des Kindes" nicht ein. Eingereicht durch Marcus Andri, wessen eine Adoptionsauflösung bei Missbrauch zuliesse. Michel Wiederkehr, Initiant der Adoptierten Selbsthilfegruppe Basel, setzt sich schweizweit für eine Anlaufstelle ein. Welche alle Akteure der Adoption und Suchdienste unter einem Dach und auf einer Plattform zusammenschliesst und hierdurch für Hilfesuchende rasch und unkompliziert abrufbar wäre. Verhandlungen sind diesbezüglich auf Bundesebene im Gang.

ZUKUNFTSORIENTIERT - "ANLAUFSTELLE FÜR MISSBRAUCH IN DER ADOPTION" = AMA - 2015

Die Interessengemeinschaft "Zwangsadoption-Schweiz & missglückte Adoption" hat sich per 4. April 2016 neu organisiert. Der Vorstand tratt aus Gesundheitlichen, sozial- und  politischen Verfolgungsmassnahmen zurück. Das heisst, fortan wird die "IG Zwangsadoption-Schweiz & missglückte Adoption" eine Geschäftsstelle unter neuer anschrift: Anlaufstelle für Missbrauch in der Adoption, Abkürzung: AMA, mit schwerpunkt Beratung und Sensibilisierung auf das Thema Adoption. Die Mitglieder der IG verfolgen fortan "Hilfe zur Selbsthilfe". siehe Selbsthilfegruppen.

EHRUNGEN

Nebst unserer Organisation engagieren sich viele Einzelkämpfer, wie Maria Magdalena Ischer † 2015, oder Gilberte Dubois † 2003, für die Gerechtigkeit der Opfer von Zwangsadoption und Bernadette Gächter kämpft seit über 30 Jahre für Opfer von Zwangssterilisation- Kastration und Zwangsabtreibungen.

Künstlerin: G. Trimm

WIR GEDENKEN DIE OPFER, DIE DURCH DAS LEID SUIZID BEGANGEN 
UND UNSERE VERSTORBENEN  MITGLIEDER  
UND LASSEN SIE IM ALLTAG WEITERLEBEN

WÜNSCHEN DEN FAMILIENANGEHÖRIGEN VIEL KRAFT UND HOFFNUNG FÜR DIE ZUKUNFT